Lophophora fricii

Systematik
Ordnung: Nelkenartige Familie: Kakteengewächse Gattung: Lophophora Art: Lophophora fricii
Formengruppe L. diffusa:
Lophophora diffusa – Lophophora alberto-vojtechii, Lophophora fricii, Lophophora koehresii
Verbreitung: Bundesstaaten México, Coahuila -> Stadt Viesca sowie in und um die Laguna de Viesca*

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Lophophora fricii typische Formen

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Lophophora fricii mit geöffneten Blüten

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Blüten Lophophora fricii

 Lophophora fricii, ältere Pflanze mit 6 Blüten

Erkennungsmerkmale und Namensgebung des Lophophora fricii:
Lophophora fricii ist vor allem an seiner dunkelrosa bis roten Blüte zu erkennen. Daneben fällt die Farbe auf. Diese ist von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich, oftmals wirkt sie verwaschen oder ausgebleicht. Die Farbe variiert von blass grün bis blass olivgrün. Bei älteren Pflanzen ist die Haut manchmal in Nachbarschaft der Rippen schrundig. Die Rippen sind (diffusa-typisch) wenig ausgeprägt, verlaufen senkrecht in mehr oder weniger ausgeprägter Wellenlinienform. Diese Linien bilden, je älter die Pflanze desto deutlicher, das bekannte Sanduhr oder 8-Muster der diffusa-Familie. Die Höcker mit den Areolen treten oft deutlich hervor und erinnern bei starker Ausprägung an die Oberfläche eines Pinienzapfens.
fricii = Benennung nach dem tschechischen Kakteen- und Pflanzensammler Alberto Vojtěch Frič
Erstbeschreibung durch Habermann 1974

Form/Besonderheit: Der Lophophora fricii hat in freier Natur eine Besonderheit – er wächst sowohl auf Kalksteinerhebungen zwischen Steinspalten, als auch im Schwemmland. Interessant ist das caespitose (klumpen- oder rasenbildende) Wachstum in der Schwemmlanderde gegenüber der Neigung zur Einzelpflanze in Felsumgebung.* Die Vermutung, dass das Wachstum über die Erde direkt steuerbar ist (sattes Substrat / karg, steiniges Substrat) liegt mehr als nah. *Quelle: Cactus and Succulent Journal, Stalking the wild lophophora, Martin Terry, 2008

Farbe: Grüntöne verschiedener Nuancen, nicht immer gleichmäßig. Färbung wirkt oft blass. Bei älteren Pflanzen in unmittelbarer Nähe der Rippen stellenweise gelb-schrundiger aber glatter Belag.

Blüte: Der Lophophora fricii hat eine deutlich rot wirkende Blüte mit abgerundeten (wie williamsii) oder spitzen Blütenblättern (wie diffusa). Beides kommt mit Zwischenstufen, auch innerhalb derselben Blüte, vor. Die Früchte sind in aller Regel deutlich dunkelrot.