Die Aussaat von Lophophora

a) Jahreszeit der Aussaat:

  • Außerhalb der Wohnung gelingt die Aussaat am besten zwischen Ende März (auf Nachttemperaturen achten, sicherheitshalber unter 5°C ins Haus holen) und Ende August.
  • In der Wohnung oder im Gewächshaus spielt die Jahreszeit keine Rolle wenn über Frühjahr, Herbst und Winter eine Temperatur zwischen 18 und 25°C gehalten werden kann und zusätzlich Pflanzenlampen* benutzt werden. Eine leichte Abkühlung über Nacht ist förderlich. Die Pflanzenlampen* können über Nacht für ca. 6-8 Stunden ausgeschaltet werden.

b) Aussaaterde (Substrat): Tipps zum Thema gibt es bis zur totalen Verwirrung. Gute Erfahrungen habe ich gemacht mit:

• mineralische Kakteenerde, gemischt mit 20-50% Kokohum zur Auflockerung, 5-10 % Perlit, Bims, Abdeckung Vogelsand oder Aquarienkies
-> hier gut belüften und beobachten. Gefahr der Schimmelbildung bei völlig geschlossenem Deckel über mehrere Wochen.
-> Kokohum wird eine leicht fungizide Wirkung nachgesagt
-> Perlit lockert das Lophophora-Substrat wie Kokohum auf und sorgt dazu für einen optimalen Wasserhaushalt
(Produktbeschreibung und Eigenschaften von Perlit -> im Shop, Produktseite Kakteenerde
-> optimales Wachstum

• mineralische Kakteenerde mit Perlit- oder Bims Zuschlag, Abdeckung mit Vogelsand oder Aquarienkies
Vorteil: Schimmelbildung bei ausreichender Belüftung minimiert.
Nachteil: Material neigt zum verdichten, Wachstum nicht ganz so optimal wie bei lockerer Mischerde.

• feiner Bimskies (0,2-0,25mm) ohne Zusätze und Abdeckung
Reiner Bimskies ohne weitere Zusätze eignet sich ebenfalls bestens für Aussaaten von Lophophora und den meisten anderen Kakteensorten. Vorteil: Bims ist ein rein mineralisches, leichtes und luftiges Vulkangestein, dass durch seine natürlichen Eigenschaften die Gefahr der Schimmelbildung bei Aussaaten minimiert. Bims als Aussaatsubstrat erzeugt sehr gute Auflaufergebnisse. Die Keimlinge können zum Umsetzen in Töpfe einfach und gefahrlos aus dem Substrat entnommen werden. Ein Abdecken der Samen ist bei Bims nicht unbedingt notwendig, da die Oberfläche durch Ihre körnige Struktur einen guten Feuchtekontakt zu den Samen herstellt.
• fertig gemischte spezielle Kakteen-Aussaaterde aus dem Kakteenfachhandel, Abdeckung mit Vogelsand oder Aquarienkies
Tipp_ohne_Hintergrund_60-> Eine speziell für Lophophora entwickelte Anzuchterde ist im Shop erhältlich.
Vorteile: Direkt und ohne weiteren Aufwand zur Aussaat zu verwenden. Sicher. Optimal abgestimmt. Bereits wärmebehandelt.
Nachteil: Es macht den meisten Lophophora-Züchtern einfach mehr Spaß, selbst zu mischen und Erfahrungen zu sammeln :)

Die Anschaffung mineralische Kakteenerde aus dem Fachhandel ist als Grundsubstanz für Eigenmischungen auf jeden Fall notwendig.
Zuschläge von Substraten auf pflanzlicher Basis sollten höchstens 50 % betragen. Für ein lockeres Aussaatsubstrat mit pflanzlichem Anteil kann, aufgrund seiner guten Eigenschaften, ein Kokossubstrat wie Kokohum, verwendet werden. (erhältlich auch in gut sortierten Gartenmärkten)
Bei humus- oder torfhaltigem Zuschlag unbedingt darauf achten, dass man stark vorgedüngte Produkte vermeidet – je karger, also nährstoffarmer die Erde ist, desto weniger kann sich ein Pilz ernähren.
Bei Humuszuschlägen nur vollständig verrottetes Material verwenden! Unvollständig verrottetes Material (besonders gut bei Rindenmulchabdeckungen in Gärten zu beobachten) ist ein idealer Pilznährboden.
Lophophora williamsii braucht vor allem Mineralien und -wenn überhaupt- wenig pflanzliche Bestandteile im Substrat.

Weitere Info zur mineralischen Erde siehe auch: Lophophora-Substrat

Zusammengefasst: Mineralische Erde ist unbedingt erforderlich. Alle Nährstoffträger, vor allem Dünger, handelsübliche Blumenerde, vorgedüngte Kakteenerde usw. weglassen. Kokohum ist unproblematisch. Anishaltiger Vogelsand oder Aquarienkies zur Abdeckung  ist empfehlenswert. Perlite regulieren den Wasserhaushalt und geben dem Substrat Luft und Leichtigkeit.

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Mineralische Kakteenerde für Lophophora und Pressballen aus Kokohum

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Sehr hohe Auflaufquote von Lophophora williamsii unter Verwendung von Bims

c)Aussaatgefäß: Als Aussaatgefäß eignet sich vieles, was bereits im Haushalt vorhanden ist. Durchsichtige Frischhalteboxen oder Schalen mit Deckel (eine Klarsichtfolie oder Glasplatte ist ebenfalls als Abdeckung geeignet) funktionieren sehr gut. Ein Zimmergewächshaus ist die sicherste und unkomplizierteste Variante.Worauf es ankommt, ist:

  •  eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit (gespannte Luft)
  •  Luftaustausch (ggfs. bei Eigenbau Löcher bohren oder für einen einfach zu öffnenden Deckel sorgen)
  •  eine ständig feuchte Oberfläche (auch dafür leicht zu öffnender Deckel wichtig)
  •  genügend Licht im Aussaatgefäß (die Seitenwände sind ebenfalls durchsichtig)
  • Substrathöhe ca. 3-3,5 cm (nicht mehr)
  •  Platz bis zum Deckel mindestens 4 cm, maximal 20 cm

Besitzt das potentielle Aussaatgefäß diese Kriterien, ist es richtig!

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Verschiedene Aussaatgefäße für den Lophophora williamsii. Die leicht geöffneten Deckel über Tag garantieren feuchte „gespannte“ Luft und beugen dem Pilzbefall der Keimlinge vor. Die abgebildeten Saatschalen enthalten ca.1.500 Samen.

Kleine Löcher in der Abdeckung und an den Seiten beugen Pilzbefall und Algenbildung vor. Sind die Löcher zu groß, wird die Oberfläche schnell austrocknen und die Keimung einiger Samen verhindern. Eine weitere Lüftungsvariante ist das leichte Öffnen des Deckels am Tag (nur einen Spalt) und Schließen in der Nacht.
In der Keimphase muss die Oberfläche immer leicht feucht gehalten werden. Über mehrere Tage angefeuchtete Lophophorasamen, die noch einmal ganz austrocknen keimen, in der Regel nicht mehr!

d)Wasser:  In der Keimphase (und nur dann) kann Leitungswasser verwendet werden.
Nach meiner Erfahrung ist auf Dauer reines Regenwasser immer noch das Beste. Lophophora-Kakteen vertragen dauerhaft keinen gelösten Kalk im Gießwasser. Wenn sie ausdauernd mit kalkhaltigem Wasser gegossen werden, leiden sie mit der Zeit an einer hässlich braunen Ablagerung direkt über der Erde. Das Substrat wird immer alkalischer, der Kaktus kann sich nicht mehr vernünftig entwickeln und kann sogar absterben.

e) Die Aussaat in der Praxis: Sind das Substrat, die Samen, das Aussaatgefäß und eine Sprühflasche beisammen, kann es losgehen!

Das Substrat wird in ein geeignetes Aussaatgefäß gefüllt und leicht angedrückt, so dass es eine ebene Fläche bildet. 3 bis 3,5 cm Substrathöhe sind richtig. Mehr Substrathöhe kann zu viel Wasser stauen und ist damit schädlich.
Anschließend wird das Substrat vollständig mit einer Sprühflasche befeuchtet.
Wichtig – es darf keinerlei Staunässe entstehen! Überschüssiges Wasser aus geschlossenen Schalen unbedingt entfernen. Peyote gedeiht nicht im Morast  – etwas mehr als handfeucht ist ideal.
Die Samen nun auf die geglättete Oberfläche des Substrates legen und leicht andrücken.

  • Nicht mit Erde überdecken, Lophophora williamsii ist ein Lichtkeimer!

Ein guter Bodenkontakt von drei Seiten sollte bestehen, welcher durch das andrücken schon gewährleistet wird. Eine leichte Schicht Vogelsand verhindert Pilzbildung durch Anisöl und sorgt dafür, dass die Wurzeln in die richtige Richtung, nämlich nach unten wachsen. Die Vogelsandschicht darf nur so hoch aufgefüllt werden, dass noch Licht durchdringt, was bei einer Sandschicht höchstens in Samendicke gewährleistet ist. Alternativ kann das Substrat auch locker mit Aquarienkies bestreut werden. Dann wird die Saatschale verschlossen.

Vogelsand (anishaltig) und geeigneten Aquarienkies gibt es in Tierhandlungen  oder im Kakteenshop.

Keinen Dünger zu diesem Zeitpunkt zugeben! Dünger ist eine gute Pilznahrung und kann Wurzeln und Jungpflanzen durch auslaugen schädigen oder abtöten! Schachtelhalmextrakt ist empfehlenswert und fällt in unserem Sinne nicht in die Kategorie Dünger. Perlite sind technisch gesehen Düngemittel, verursachen aber o.g. Probleme nicht. Eine moderate Zugabe von Perlit ist unbedenklich.

Fotoserie zur Aussaat von Lophophora williamsii mit Pflanzenlicht im Herbst 2012
Vorbereitung: Lophophora-Samen, Aussaatgefäß, Kokohum, Pflanzenlampe (hoher blau/rot-Anteil, 15 Watt), mineralische Erde, Vogelsand.

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50% vorgequollenes, leicht ausgedrücktes Kokohum und 50 % mineralische Kakteenerde werden vermengt. Jetzt kann das fertig vermengte Substrat noch mit Schachtelhalmlösung (20ml/Liter Wasser) besprüht werden, um Pilzerkrankungen zu vermeiden.

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Das vermengte Substrat wird gleichmäßig in der Saatschale verteilt und die Peyote-Samen lose darüber gestreut.
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Nun wird das Substrat mit einem glatten Gegenstand (im Bild ein einfacher Deckel) leicht flach gedrückt, wodurch die Samen guten Kontakt mit der feuchten Erde bekommen, aber an der Oberfläche (Licht!) bleiben. Für das anschließende Bestreuen mit Vogelsand eignet sich z.B. ein einfacher Pfefferstreuer. Bei Verwendung von Aquarienkies als Abdeckung, wird locker und einlagig abgestreut.

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Geschlossene Saatschale unter die Pflanzenlampe. Ergebnis der Aussaat nach einigen Monaten.


Bildung von grünem Belag auf der Oberfläche des Substrates nach der Aussaat – ist dieser schädlich? Was kann ich dagegen tun?

Wenn die Lophophora-Aussaat mit Vogelsand oder Aquarienkies abgestreut wurde, kann es durchaus vorkommen, dass dieser sich mit der Zeit hell- bis dunkelgrün verfärbt. Der grüne Belag ist eine für die Aussaat unschädliche Algenbildung. Die Grünfärbung ist allerdings ein guter Indikator, dass bisher zu schwach belüftet wurde.
Spätestens ab Auftauchen dieser Grünfärbung sollte für stärkeren und regelmäßigeren Luftaustausch gesorgt werden. Die grüne Farbe der Algen wird auch bei erhöhtem Luftaustausch nicht mehr verschwinden, was aber nicht weiter schlimm ist, da sie an sich nicht schadet.
Bildung eines grünen Algenbelages bei der Aussaat mit Vogelsand/Aquarienkies. Im Bild: Algenbildung bei einer Opuntia ficus-indica Aussaat.

Lophophora williamsii aus Samen ziehen, eine Zusammenfassung:

         Aussaatanleitung Lophophora, PDF          Aussaatanleitung Trichocereus pachanoi, PDF
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Aussaatanleitung Lophophora-williamsii und Aussaatanleitung Trichocereus pachanoi. Autor: Alexander NeusiusDie wichtigsten Informationen zur Aussaat von Lophophora williamsii und Trichocereus pachanoi zusammengefasst.

f)Standort und Licht (natürliches Licht, Pflanzenlampen)

Standort der Aussaat mit natürlichem Sonnenlicht:
Das fertige Saatgefäß wird nach der Aussaat an einen sonnigen bis halbschattigen Platz gestellt. In der Wohnung ist das die Fensterbank Richtung Südost bis Südwest oder der überdachte Balkon bei angemessenen Temperaturen. Wer einen Garten hat, kann sie dort an einer geeigneten Stelle unterbringen. Im Gewächshaus sollten die Samenschalen wegen den z.T. sehr hohen Tagestemperaturen möglichst tief stehen.
Vorsicht! – die direkte Sonneneinstrahlung der Mittagssonne kann an manchen Tagen im Frühjahr und Anfang Hochsommer sehr stark sein. Wassertropfen, die sich an den Innenseiten des Minigewächshauses bilden, wirken dann wie kleine Lupen die evtl. vereinzelte Keimlinge verbrennen.
In einer extremen Hitzeperiode mit völlig wolkenfreiem Himmel schattiert man vorsichtshalber ein wenig (z.B. mit einem sehr leichten, durchsichtigen Tuch) oder stellt sie über die Mittagszeit halbschattig – beispielsweise hinter höhere Pflanzen.Info: In der freien Natur keimt Lophophora williamsii meist im Halbschatten –  unter Schutzsträuchern oder niedrigen Büschen. Ein halbschattiger Standort bietet noch genug Licht (gilt ebenso für Deutschland im Sommer), um eine ausreichende Helligkeit zu garantieren.

Standort der Aussaat mit Pflanzenlampen:
Sind die Lichtverhältnisse (beispielsweise für den Winter oder bei ungünstiger Fensterlagen in der Wohnung) schlecht, muss die Lichtversorgung der Aussaat durch Pflanzenlampen erfolgen. Eine Aussaat unter schlechten Lichtbedingungen macht keinen Sinn – entweder wird die Keimquote extrem schlecht sein, im schlimmsten Fall keimt gar nichts.
Mögliche Lampentypen: Leuchtstoffröhren, Pflanzen-Kompaktleuchtstofflampen, LED-Pflanzenlampen, Metallhalogenlampen.
Ich benutze im Winter zwei Varianten: sowohl eine Kakteen-Aufzuchtstation mit Leuchtstoffröhren als auch Versorgung mit LED-Pflanzenlicht.

Eine Aufzuchtstation mit Leuchtstoffröhren ist günstig selbst herzustellen und zu unterhalten: mit einem Tapeziertisch aus dem Keller, zwei Halterungen für die Leuchtkörper, ggfs. einer Zeitschaltuhr und den Leuchtstoffröhren selbst, ist man mit ca. 50-60 € durch. Für den Unterhalt kann man bei 2 Lampen zu 36 Watt und 8 Stunden Laufzeit etwa 4 € pro Monat rechnen.

Eine Alternative dazu sind Kompaktleuchtstofflampen (CFL Compact Fluorescent Light) mit speziellem Lichtspektrum für Pflanzen. Die Anschaffungskosten sind moderat, der Stromverbrauch niedrig. Die Leuchtmittel sind ab ca. 15 Watt (kleinstes Modell) erhältlich. Bei 1-2 Saatschalen sind 15-25 Watt Energiesparleuchtmittel für sehr gute Ergebnisse ausreichend. Es gibt natürlich auch Modelle mit 200 Watt und mehr für größere Projekte.
Die Farbtemperatur der CFL´s sollte für Aussaaten idealerweise um die 6500 K liegen. Duallampen mit sowohl 2700 K (Blüte) als auch 6500 K (Wuchs) sind ebenfalls geeignet.

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Kompaktleuchtstofflampe, kurz CFL (CFL=Compact Fluorescent Light) für die Pflanzenbeleuchtung, Typ: Duallampe
Zusammengefasst noch einmal die Möglichkeiten der Beleuchtung für Lophophora-Aussaaten:

Pflanzen-Leuchtstoffröhren:

  • sinnvoll wenn genügend Platz vorhanden ist, z.B. ein Aussaattisch darunter aufgestellt werden kann
  • viele namhafte Hersteller bieten gute Röhren mit speziellem Licht für Aussaaten an
  • sparsam im Verbrauch und in der Anschaffung
  • auch bestens geeignet für die Stecklingsbewurzelung (z.B. Pereskiopsis spathulata, Trichocereus pachanoi…)
  • keine Wärmeentwicklung

Energiesparende Pflanzenlampen (CFL)*:

  • platzsparende Variante, Anwendung für den heimischen Gebrauch
  • Lichtfarbe weiß/blau mit 6500 Kelvin – werden oft vom Hersteller als „Grow“ bezeichnet
  • kann bei Bauart mit Lampensockel E27 ohne weiteres in jede herkömmliche Glühbirnenfassung geschraubt werden
  • bei Lampensockel E40 ist zusätzlich eine E40-Fassung (i.d.R. sinnvoll kombiniert mit einem Reflektor) notwendig
  • günstig in Verbrauch und Anschaffung
  • kaum Wärmeentwicklung
  • leider ist diese Lampenart sehr anfällig

Metallhalogendampflampen:

  • seit Jahren bestens bewährt
  • für Großprojekte im professionellen Bereich
  • robust und zuverlässig
  • private Anwendung in größeren Räumen oder Gewächshäusern
  • Vorschaltgerät  und Reflektor mit E40-Fassung notwendig
  • hohe Wärmeentwicklung (kann in kühleren Räumen von Vorteil sein)

LED-Pflanzenlampen*:

  • neuster Stand in Technik und Entwicklung – für professionelle und private Anwendung uneingeschränkt geeignet
  • nur die benötigten Farbspektren werden ausgestrahlt
  • teurer als alle anderen Varianten, dafür langlebiger, nahezu Qualitätsverlust-frei.
  • für alle sinnvoll, die ausschließlich und über Jahre Premiumlicht ohne Zugeständnisse verwenden möchten
  • kaum Wärmeentwicklung

LED-Pflanzenlampe von Neusius Pflanzenlicht (für Aussaaten und Blüte/Wachstum bei Lophophora geeignet) im Betrieb

-> im Shop sind speziell auf die Bedürfnisse von Lophophora (Peyotl) passende Lampen erhältlich

Keinesfalls sollte zu einfachen Glühlampen oder Neonröhren gegriffen werden, da sie ein völlig unbrauchbares Lichtspektrum abliefern.

Weitere Informationen zu Pflanzenlampen und Leuchtstoffröhren  – siehe Kapitel 4. Umtopfen und finaler Standort oder auf unserer Webseite:

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Lophophora williamsii Samen-Aufzuchtstation mit Leuchtstoffröhren

Kakteen-Anzuchtanlage für Lophophora williamsii, Trichocereus pachanoi und Selenicereus grandiflorus. Im Vordergrund mit bereits geöffneten Saatschalen. Die Beleuchtungsdauer ist mit einer Zeitschaltuhr auf 10 Stunden pro Tag eingestellt.

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Frisch ausgesäte Lophophora-williamsii im Mini-Gewächshaus mit Leuchtstoffröhren – Lichtfarbe coolwhite, 6500 Kelvin


Nach erfolgter Aussaat, heißt es Ruhe bewahren, beobachten und abwarten. Die ersten Samen laufen nach ca. 7-14 Tagen auf. Das Wachstumstempo der ersten Zeit ist im Vergleich zum späteren Wachstum sehr schnell. Man sollte sich also keine Gedanken machen, wenn das Ganze nach einiger Zeit ins stocken zu geraten scheint.

 

g)Nachgießen: Solange sich Feuchtigkeit in Form von Tropfen oder Beschlag an der Decke und den Seiten des Mini-Gewächshauses (siehe Bild oben) oder Aussaat-Gefäßes zeigen, ist genug Wasser vorhanden. Es wird immer dann mit kalkfreiem Wasser nachgesprüht, wenn die Oberfläche auszutrocknen droht. Die Feuchtigkeit der Aussaat sollte regelmäßig nachgesehen werden. Da die Gefäße bis auf einige Löcher und während der regelmäßigen Lüftungen geschlossen sind, halten sie das Wasser recht lange.
Ein Zusatz zum Gießwasser in Form von 20ml Schachtelhalmextrakt pro Liter ist in dieser heiklen Zeit zu empfehlen, um die Gefahr der Schimmelbildung im Aussaatgefäß so gering wie möglich zu halten.

 

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Drucksprüher (Druckpumpzerstäuber) zum sicheren bewässern von Samen und frisch gekeimten Aussaaten

Aussaaten und junge Lophophora bitte nicht gießen, sondern besprühen. Dazu eine fein vernebelnde Sprühflasche verwenden. Nur so viel sprühen, bis das Substrat gut durchfeuchtet, aber nicht triefend nass ist.

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Aussaatbehälter mit ersten, frisch aufgelaufenen Peyote. Die Erde besteht aus 1/4 Kokohum und 3/4 mineralischer Kakteenerde. Abdeckung: Aquarienkies

h)Düngen: Dünger ist bei der Aussaat von Lophophora in den ersten Monaten absolut nicht zu empfehlen.

  • Bei zu früher Düngung riskiert man leicht einen Pilz oder „vergeilte“ Pflänzchen. Vergeilen ist ein unnatürliches, zu schnelles Längenwachstum, welches sich sowohl bei zu hohen (Stickstoff-)Düngergaben als auch unzureichenden Lichtverhältnissen einstellt.
  • Die Salze des Düngers können die jungen, zarten Wurzeln der Lophophora-Aussaat durch Auslaugen (d.h. Wasserentzug) stark schädigen oder vollends zerstören
  • Wenn dem mineralischen Substrat etwas Kokohum beigefügt wurde entsteht ein leichter, tolerierbarer Düngeeffekt – höhere Dosierungen sollten es keinesfalls sein.
Entgegen der einer häufig geäußerten Meinung in Foren etc. wird eine Aussaat immer ohne Düngemittel durchgeführt.

Wer nur mineralisches Substrat ohne Kokohum verwendet und unbedingt düngen möchte:
– Dünger mindestens 3 bis 4-mal so hoch verdünnen, wie auf der Packung angegeben.
– Aussaat gut belüften, ohne die Oberfläche austrocknen zu lassen!
Vollzeitjob ;-)

i) Deckel endgültig entfernen: Der Deckel kann im Allgemeinen nach ca. 2 Monaten endgültig von der Saatschale entfernt werden. Samen, die bis dahin nicht gekeimt sind, kommen auch nicht mehr.

j) Wasser nach dem endgültigen Öffnen der Aussaatgefäße: Wenn der Deckel/die Folie vollständig entfernt ist, sprüht man mit Regenwasser immer erst dann nach, wenn die Erde vollständig bis zum Boden durchtrocknet ist. Unbedingt darauf achten, dass auch jetzt keine Staunässe entsteht.
Zu reichliches Befeuchten erzeugt im Wiederholungsfall Wurzelfäule und zerstört die Lophophora-Keimlinge mit Sicherheit. Wenn das Übergießen vermieden wird, ist die Saat ab jetzt vor Pilzbefall relativ sicher.

k) Makroaufnamen von Samen verschiedener Lophophora-Arten

Lophophora williamsii texana Samen

Lophophora fricii Samen

Lophophora diffusa Samen

Lophophora koehresii Samen

Lophophora decipiens Samen

Lophophora alberto-vojtechii Samen