Inhalt:

a) Jahreszeit der Lophophora-Aussaat
b) Aussaaterde (Substrat) für Lophophora selbst herstellen und dämpfen
c) Das Aussaatgefäß
d) Wasser für die Aussaat
e) Die Lophophora-Aussaat in der Praxis
f) Standort und Licht (natürliches Licht und Pflanzenlampen)
g) Nachgießen der Lophophora Aussaat
h) Düngen
i) Lophophora-Aussaat öffnen
j) Wässern nach dem Öffnen
k) Makroaufnahmen verschiedener Lophophora-Sorten

a) Jahreszeit der Lophophora-Aussaat:

  • Außerhalb der Wohnung gelingt die Aussaat am besten zwischen Mitte April (auf Nachttemperaturen achten, sicherheitshalber unter 5°C ins Haus holen) und Ende August.
  • In der Wohnung oder im Gewächshaus spielt die Jahreszeit keine Rolle wenn über Frühjahr, Herbst und Winter eine Temperatur zwischen 20 und 25°C gehalten werden kann und zusätzlich Pflanzenlampen benutzt werden. Eine leichte Abkühlung über Nacht ist förderlich. Die Pflanzenbeleuchtung kann auf etwa 10-12 Stunden eingestellt werden.

b) Aussaaterde (Substrat) für Lophophora selbst herstellen und dämpfen

– gute Erfahrungen habe ich gemacht mit:

60% düngefreie, feine Kokoserde. 30% Vogelsand. 10% Bims, fein gesiebt + Abdeckung mit Aquarienkies

  • hier gut lüften und beobachten. Gefahr der Schimmelbildung bei völlig geschlossenem Deckel über mehrere Wochen.    Schädlingsbefall kann vorkommen.
  • Kokoserde wird eine leicht fungizide Wirkung nachgesagt und bleibt sehr locker
  • Bims sorgt dazu für einen guten Wasserhaushalt
  • optimales Wachstum

80% mineralische Kakteenerde, fein gesiebt. 20% Perlit fein gesiebt + Abdeckung mit Aquarienkies

  • Vorteil: Schimmelbildung bei ausreichender Belüftung minimiert, Schädlingsbefall nahezu ausgeschlossen
  • Nachteil: Material neigt zum Verdichten, Wachstum nicht ganz so optimal wie bei Kokossubstrat

100%  feiner Bimskies + Abdeckung mit Aquarienkies

  • Reiner Bimskies ohne weitere Zusätze eignet sich ebenfalls recht gut für Aussaaten von Lophophora und den meisten anderen Kakteensorten.
  • Vorteil: Bims ist ein rein mineralisches, leichtes und luftiges Vulkangestein, dass durch seine natürlichen Eigenschaften die Gefahr der Schimmelbildung und Schädlingsbefall nahezu ausschließt.
  • Bims als Aussaatsubstrat erzeugt anfänglich sehr gute Auflaufergebnisse aber die Wurzeln dringen nicht gut in den Bims ein.

Eine fertig gemischte und gedämpfte Kakteen-Aussaaterde ist in unserem Shop erhältlich, auch hier empfehle ich eine Abdeckung mit Vogelsand oder Aquarienkies.

  • Direkt und ohne weiteren Aufwand zur Aussaat zu verwenden. Sie ist sicher, optimal abgestimmt und bereits wärmebehandelt.

– Zuschläge von Substraten auf pflanzlicher Basis sollten in der Eigenmischung für Aussaaten höchstens 60 % betragen.

– für ein besonders lockeres Aussaatsubstrat kann aufgrund seiner guten Eigenschaften, Kokoserde verwendet werden.

– bei Verwendung von organischem Material unbedingt darauf achten, dass man vorgedüngte Produkte vermeidet. Je karger, also nährstoffarmer die Erde ist, desto weniger wird ein Pilz in der Aussaat auftauchen. Organische Erden müssen immer vollständig verrottet sein, unvollständig verrottetes Material  ist ein idealer Pilznährboden und lockt Trauermücken und Springschwänze an.

Aussaaterde dämpfen, Aussaaterde von unerwünschten Samen, Unkräutern und Schädlingen befreien:

  • mit trockener Hitze, Backofen:
    Dabei wird die Aussaaterde bei einer Temperatur von 180°C 45 Minuten lang (im Backofen) erhitzt. Mit dieser Methode ist keine echte Sterilität gewährleistet, aber Unkrautsamen, Wurzeln und Erdparasiten werden zuverlässig abgetötet. Man erhält ein zusätzlich keimarmes Aussaatsubstrat, was absolut ausreichend ist.  Nach dem Abkühlen kann das Substrat sofort verwendet werden.
  • mit feuchter Hitze, Erddämpfer:
    Ein Erddämpfer ist wie ein großer Dampfdruck-Kochtopf mit einem Zwischenboden-Einsatz aufgebaut. Der Deckel ist aber nicht druckfest verschließbar, sondern nur aufgelegt.
    Wenn die Temperatur beim dämpfen im Erdkern  80°C-90°C erreicht hat wird der Erdedämpfer ausgeschaltet und das Substrat langsam über 1-1,5 Stunden abgekühlt.
    Die Temperatur ist, da mit Feuchtigkeit gearbeitet wird, absolut ausreichend um ungewünschte Wurzelreste, Samen, Schädlinge usw. zu entfernen.
    Schöner Nebeneffekt: durch das Dämpfen werden die Nährstoffe im Substrat optimal aufgeschlossen und ist für Pflanzen besser zu erreichen.
    Wer einen Erddämpfer besitzt, sollte ihn auf jeden Fall für Aussaat- und Topfsubstrate nutzen.
Erddämpfer für die Herstellung von Lophophora-Erde

Erddämpfer für die Herstellung von Lophophora-Erde

Weitere Info zur mineralischen Erde siehe auch: Lophophora-Substrat

Zusammengefasst:

Mineralische Bestandteile sind unbedingt erforderlich. Alle Nährstoffträger, vor allem Dünger, handelsübliche Blumenerde, vorgedüngte Kakteenerde usw. weglassen. Kokoserde ist unproblematisch. Aquarienkies zur Abdeckung der Aussaat ist empfehlenswert. Perlite regulieren den Wasserhaushalt und geben dem Substrat Luft und Leichtigkeit.

Lophophora Aussaat

Lophophora Aussaat mit verschiedenen Lophophora Sorten – Caespitosa, Koehresii, Koehresii x Huizache Hybride, Jourdaniana, Jourdaniana albiflora, Decipiens, Diffusa…..

c) Das Aussaatgefäß

Als Aussaatgefäß eignet sich vieles, was bereits im Haushalt vorhanden ist. Durchsichtige Frischhalteboxen oder Schalen mit durchsichtigem Deckel funktionieren sehr gut.
Ein Zimmergewächshaus ist die sicherste und unkomplizierteste Variante.

Worauf es ankommt, ist:

  •  eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit im Aussaatgefäß
  •  guter Luftaustausch möglich (ggfs. bei Eigenbau Löcher bohren) 
  •  leicht zu öffnender Deckel
  •  genügend Licht im Aussaatgefäß, die Seitenwände sind ebenfalls durchsichtig
  • Substrathöhe ca. 3-3,5 cm muss möglich sein
  •  Platz bis zum Deckel mindestens 5 cm, maximal 20 cm

Besitzt das potentielle Aussaatgefäß diese Kriterien, ist es richtig!

Verschiedene Aussaatgefäße für den Lophophora williamsii. Die leicht geöffneten Deckel über Tag garantieren feuchte

Verschiedene Aussaatgefäße für den Lophophora williamsii, Peyote.

Kleine Löcher in der Abdeckung und an den Seiten können Pilzbefall und Moosbildung vorbeugen. Sind die Löcher zu groß, wird die Oberfläche schnell austrocknen und die Keimung vieler Samen verhindern. Eine weitere Lüftungsvariante ist das leichte Öffnen des Deckels am Tag (nur einen winzigen Spalt) und Schließen des Deckels in der Nacht.
In der Keimphase muss die Oberfläche durchgehend feucht gehalten werden um eine optimale Keimquote zu erreichen.

d) Wasser für die Lophophora-Aussaat

In der Keimphase (und nur dann) kann Leitungswasser verwendet werden.
Nach meiner Erfahrung ist auf Dauer reines Regenwasser immer noch das Beste. Lophophora-Kakteen vertragen dauerhaft keinen gelösten Kalk im Gießwasser. Wenn sie ausdauernd mit kalkhaltigem Wasser gegossen werden, leiden sie mit der Zeit an einer hässlich braunen Ablagerung direkt über der Erde. Das Substrat wird immer alkalischer, der Kaktus kann sich nicht mehr vernünftig entwickeln und kann sogar absterben.

e) Die Aussaat von Lophophora in der Praxis

Sind das Substrat, die Samen, das Aussaatgefäß und eine Sprühflasche beisammen, kann es losgehen!

Das Substrat wird in ein geeignetes Aussaatgefäß gefüllt und leicht angedrückt, so dass es eine ebene Fläche bildet. 3 bis 3,5 cm Substrathöhe sind richtig. Anschließend wird das Substrat vollständig mit einer Sprühflasche befeuchtet.
Wichtig – es darf keinerlei Staunässe entstehen! Überschüssiges Wasser aus geschlossenen Schalen unbedingt entfernen.
Die Samen nun auf die geglättete Oberfläche des Substrates legen und leicht andrücken.

  • Lophophora Aussaaten nicht  mit Erde überdecken, Lophophora ist ein Lichtkeimer

Ein guter Bodenkontakt von drei Seiten sollte bestehen, welcher durch das andrücken schon gewährleistet wird. Eine leichte Schicht Vogelsand oder Aquarienkies (Abdeckschicht) verhindert Pilzbildung und sorgt dafür, dass die Wurzeln in die richtige Richtung, nämlich nach unten, wachsen. Die Abdeckschicht darf nur so hoch aufgefüllt werden, dass noch Licht durchdringt, also in etwa der Stärke eines Korns. Dann wird die Saatschale verschlossen.

Vogelsand (anishaltig) und geeigneten Aquarienkies finden sie hier im Kakteenshop

Keinen Dünger zu diesem Zeitpunkt zugeben. Kakteendünger ist eine gute Pilznahrung und hat in Aussaaten daher nichts zu suchen.
Schachtelhalmextraktkt ist empfehlenswert, denn es verringert die Gefahr von Pilzbefall und wirkt zusätzlich als milde Starterdüngung.

Fotoserie zur Aussaat von Lophophora williamsii mit Pflanzenlicht im Herbst

Vorbereitung Aussaat: Lophophora Samen, Aussaatgefäß, Kokos- und mineralische Erde gesiebt, Pflanzenlampe, Vogelsand.

Vorbereitung Aussaat: Lophophora Samen, Aussaatgefäß, Kokos- und mineralische Erde gesiebt, Pflanzenlampe, Vogelsand.

50% Kokoserde + 50 % mineralische Kakteenerde werden vermengt.

50 % mineralische Kakteenerde und 50% Kokoserde werden vermengt

Die Aussaaterde für Lophophora ist fertig gemischt und geglättet

Die Lophophora Samen werden lose über die Aussaaterde verteilt

Die Lophophora Samen werden lose über die Aussaaterde verteilt

Die Samen werden mit einem glatten Gegenstand (im Bild ein einfacher Deckel) leicht angedrückt, um guten Bodenkontakt herzustellen. Die Samen werden aber nicht mit Erde überdeckt (Lichtkeimer!)

Die Samen werden mit einem glatten Gegenstand (im Bild ein einfacher Deckel) leicht angedrückt, um guten Bodenkontakt herzustellen. Die Samen werden aber nicht mit Erde überdeckt (Lichtkeimer!)

Die Lophophora Samen werden mit einer leichten Schicht (1-Korn-Stärke) bestreut. Dazu eignet sich Vogelsand oder Aquarienkies

Die Lophophora Samen werden mit einer leichten Schicht (1-Korn-Stärke) bestreut. Dazu eignet sich Vogelsand oder Aquarienkies. Als letztes wird die Aussaat noch durchdringend mit Wasser oder  Schachtelhalmlösung (5ml/1 Liter Wasser) besprüht.

Die geschlossene Saatschale kommt nun bei ausreichender Wärme unter die Pflanzenlampe oder auf die helle Fensterbank

Die geschlossene Saatschale kommt nun bei ausreichender Wärme unter die Pflanzenlampe oder auf die helle Fensterbank

Das Ergebnis dieser Peyote Aussaat nach 10 Monaten

Das Ergebnis dieser Peyote Aussaat nach 10 Monaten

Bildung von grünem Belag auf der Oberfläche des Substrates nach der Aussaat – ist dieser schädlich? Was kann ich dagegen tun?

Wenn die Lophophora-Aussaat lange feucht steht, kann es durchaus vorkommen, dass sich die Oberfläche sich mit der Zeit hell- bis dunkelgrün verfärbt. Der grüne Belag ist eine für die Aussaat unschädliche Moosbildung. Die Grünfärbung ist allerdings ein guter Indikator, dass bisher zu schwach belüftet wurde.
Spätestens ab Auftauchen dieser Grünfärbung sollte für stärkeren und regelmäßigeren Luftaustausch gesorgt werden. Die grüne Farbe wird auch bei erhöhtem Luftaustausch nicht mehr verschwinden, was aber nicht weiter schlimm ist, da sie an sich nicht schadet.

f) Standort und Licht (natürliches Licht, Pflanzenlampen)

Standort der Lophophora-Aussaat mit Sonnenlicht:

Das fertige Saatgefäß wird nach der Aussaat an einen sehr hellen aber nicht vollsonnigen Platz gestellt. In der Wohnung ist das die Fensterbank Richtung Südost bis Südwest oder der überdachte Balkon bei angemessenen Temperaturen. Wer einen Garten hat, kann sie dort an einer geeigneten Stelle unterbringen. Im Gewächshaus sollten die Samenschalen wegen den z.T. sehr hohen Tagestemperaturen möglichst tief stehen.
Vorsicht! – die direkte Sonneneinstrahlung in der warmen Jahreszeit ist sehr stark. Die geschlossene Lophophora-Aussaat heizt zu stark auf und die Aussaat kann vernichtet werden.
In einer Wärmeperiode mit wolkenfreiem Himmel schattiert man immer ein wenig, z.B. mit einem sehr leichten, durchsichtigen Tuch, oder stellt die Aussaat permanent halbschattig – beispielsweise hinter höhere Pflanzen.

Info: In der freien Natur keimt Lophophora williamsii meist im Halbschatten –  unter Schutzsträuchern oder niedrigen Büschen. Ein halbschattiger Standort bietet noch genug Licht, um eine ausreichende Helligkeit zu garantieren, dies gilt auch für Deutschland im Hochsommer.

Standort der Lophophora-Aussaat mit Pflanzenlampen:

Sind die Lichtverhältnisse (beispielsweise für den Winter oder bei ungünstiger Fensterlagen in der Wohnung) schlecht, muss die Lichtversorgung der Aussaat durch Pflanzenlampen erfolgen. Eine Aussaat unter schlechten Lichtbedingungen macht keinen Sinn – entweder wird die Keimquote extrem schlecht sein, im schlimmsten Fall keimt gar nichts.
Am effektivsten für eine Lophophora-Aussaat sind LED-Pflanzenlampen als Röhre oder Hängelampe.

Tipp für sehr große Aussaaten:
Unsere Floris-Pflanzenlampe beleuchtet sicher 8-10 große Aussaatschalen auf einer Fläche von über 1m²(!)
Diese finden Sie auf: kakteenshop.lophophora-williamsii.de

Eine Aufzuchtstation mit zwei LED-Leuchtstoffröhren ist günstig und schnell selbst herzustellen und zu unterhalten: mit einem einfachen Tisch, zwei Halterungen für die Leuchtkörper, ggfs. einer Zeitschaltuhr und den Leuchtstoffröhren selbst, ist man mit unter 50€ durch. Für den Unterhalt kann man bei 2 Lampen zu je 16 Watt und 10 Stunden Laufzeit bei 30ct/kW etwa 10 ct pro Tag rechnen.

Die Farbtemperatur des Lichtes für die Aussaat sollte idealerweise bei 3500 Kelvin liegen. Ein Lichtspektrum von 6500 Kelvin ist ebenfalls geeignet.

Zusammengefasst noch einmal die Möglichkeiten zur Beleuchtung von Lophophora-Aussaaten:

LED-Leuchtstoffröhren:

  • in verschiedenen Größen erhältlich, daher sehr variabel
  • viele namhafte Hersteller bieten gute Röhren, auch mit speziellem Licht für Aussaaten an
  • sehr sparsam im Verbrauch und in der Anschaffung
  • keine Wärmeentwicklung
  • unsere Leuchtstoffröhren für Ihre Kakteenaussaat finden sie hier:
    NEUSIUS PFLANZENLICHT – Pflanzenlicht LED-Röhren für die Aussaat

Energiesparende Pflanzenlampen (CFL)*:

  • platzsparende Variante, Anwendung für den heimischen Gebrauch
  • Lichtfarbe blauweiß mit 6500 Kelvin – werden oft vom Hersteller als “Grow” bezeichnet oder warmweiß 3500 Kelvin tragen die Bezeichnung “Flower”.
  • kann bei Bauart E27 ohne weiteres in jede herkömmliche Glühbirnenfassung geschraubt werden
  • bei Lampensockel E40 ist zusätzlich eine E40-Fassung notwendig
  • günstig in Verbrauch
  • kaum Wärmeentwicklung
  • leider ist diese Lampenart sehr anfällig(!) und daher nur bedingt zu empfehlen

LED-Pflanzenlampen:

  • neuster Stand in Technik und Entwicklung – für professionelle und private Anwendung uneingeschränkt geeignet
  • hoch energiesparend
  • teurer als die anderen Varianten, dafür langlebiger und nahezu ohne Qualitätsverlust über die Laufzeit
  • für alle sinnvoll, die ausschließlich und über Jahre Premiumlicht ohne Zugeständnisse verwenden möchten
  • kaum Wärmeentwicklung
Weitere Informationen zu Pflanzenlampen und Leuchtstoffröhren  – siehe Kapitel 4. Umtopfen und finaler Standort

LED-Pflanzenlampe Leuchtstoffrähre 60cm für Kakteenaussaaten

LED-Leuchtstoffröhre mit 3500 Kelvin für Lophophora Aussaaten

Nach erfolgter Aussaat, heißt es Ruhe bewahren, beobachten und abwarten. Die ersten Samen laufen nach ca. 7-14 Tagen auf. Das Wachstumstempo der ersten Zeit ist im Vergleich zum späteren Wachstum sehr schnell. Machen Sie sich keine Gedanken machen, wenn das Ganze nach einiger Zeit ins Stocken zu geraten scheint.

g) Nachgießen der Lophophora Aussaat

Solange sich Feuchtigkeit in Form von Tropfen oder Beschlag an der Decke und den Seiten des Aussaat-Gefäßes zeigen, ist genug Wasser vorhanden. Es wird immer dann mit  nachgesprüht, wenn die Oberfläche auszutrocknen droht. Die Feuchtigkeit der Aussaat sollte regelmäßig nachgesehen werden, wenn das Aussaatgefäß Löcher zur Belüftung hat. Ist das Aussaatgefäß komplett dicht verschlossen, muss nicht nachgegossen werden – das Wasser reicht dann bis zum endgültigen Öffnen der Saatschale aus.
Aussaaten von Lophophora williamsii bitte immer besprühen, nicht gießen. Dazu eine fein vernebelnde Sprühflasche verwenden. Nur so viel sprühen, dass am Boden keine Staunässe entsteht.

Lophophora williamsii, peyote Aussaat kurz nach der Keimung

Lophophora williamsii, peyote Aussaat kurz nach der Keimung

h) Düngen

Dünger ist bei der Aussaat von Lophophora in den ersten Monaten absolut nicht zu empfehlen, Ausnahme ist Schachtelhalmextrakt.

  • Bei zu früher Düngung riskiert man leicht einen Pilz oder “vergeilte” Pflänzchen. Vergeilen ist ein unnatürliches, zu schnelles Längenwachstum, welches sich sowohl bei zu hohen (Stickstoff-)Düngergaben als auch unzureichenden Lichtverhältnissen einstellt.
  • Überdüngte und zu früh gedüngte Pflanzen sind krankheitsanfällige Pflanzen(!)

i) Lophophora-Aussaatschale öffnen

Richtiger Zeitpunkt, den Deckel zu öffnen/die Folie zu entfernen:
Der Deckel kann im Allgemeinen dann endgültig von der Saatschale entfernt werden, wenn die Pflanzen einen
sichtbar stabilen Eindruck machen, insgesamt voll und prall wirken. Am Scheitel ist dann auch eine deutliche Einkerbung zu erkennen.

j) Wasser nach dem endgültigen Öffnen der Aussaatgefäße

Wenn der Deckel/die Folie vollständig entfernt ist, sprüht man mit Regenwasser immer erst dann nach, wenn die Erde vollständig bis zum Boden durchtrocknet ist. Unbedingt darauf achten, dass auch jetzt keine Staunässe entsteht.
Zu reichliches Befeuchten erzeugt im Wiederholungsfall Wurzelfäule und zerstört die Lophophora Jungpflanzen mit Sicherheit. Wenn das Übergießen vermieden wird, ist die Saat ab jetzt vor Pilzbefall relativ sicher.

k) Makroaufnamen von Samen verschiedener Lophophora-Arten

Lophophora williamsii texana Samen

Lophophora fricii Samen

Lophophora diffusa Samen

Lophophora koehresii Samen

Lophophora decipiens Samen

Lophophora alberto-vojtechii Samen

Noch ausführlichere Informationen zur Aussaat und vielen anderen Themen finden Sie in unserem Pflegehandbuch Lophophora: