Lophophora-Substrat

Beim Substrat sollte, wenn man dauerhaft gesunde Pflanzen haben möchte, kein Experiment gestartet werden. Für Lophophora-Arten kommt nur ein rein- oder überwiegend rein mineralisches Substrat in Frage.

Lehm ist dabei der Grundstoff um das die Substratmischung aufgebaut ist – nach den Eigenschaften des Lehms werden die weiteren Komponenten ausgewählt. Dies sind vor allem grobkörnige Materialien  (z.B. Tonscherben, Blähschiefer, Bims…) in der Größe von ca. 4-8mm, Sand und ggfs. Mutterboden.

– Grobkörnige Bestandteile sind  unter anderem für die wichtige Bildung feinster Saugwurzeln und Lüftung des Substrates verantwortlich. Wie wichtig Luft im Substrat ist erkennt man daran, dass die Wurzelbildung entlang der Topfwände, wo die meiste Luft hingelangt, oft am stärksten ausgeprägt ist.
– Sand und Mutterboden können als Beimischung bei einer zu harten, tonhaltigen Lehmsorte verwendet werden.
Kokossubstrat oder pflanzliche Kakteenerde kann, falls notwendig,  zur Auflockerung des Gesamtsubstrates bis zu 1/4 zugesetzt werden.

Gute Komponenten zur Herstellung von Lophophora-Substrat sind zum Beispiel:

 Erden
  • Löss-Lehm (verwitterter Lehm)
  • Grubenlehm (mit wenig! Tonanteil)
  • sandiger Mutterboden
  • Kokossubstrat
 Mineralien
  • (Fluss-) Sand
  • (Aquarien-) Kies
  • Blähton
  • Blähschiefer
  • Bims
  • stumpfer Ziegelsplitt (alte Tonscherben etc.)
  • Lava
  • Perlit
  • Vermiculit


Wer sein Substrat gerne selbst mischt und die Einzelkomponenten leicht besorgen kann, kann sich eine Mischung aus den oben aufgeführten Bestandteilen herstellen, wobei natürlich nicht zwingend alle genannten verwendet werden müssen.

Das genaue Mischungsverhältnis muss jeder selbst herausfinden, da die Produkte je nach Bezugsquelle, Körnung, Reinheitsgrad usw. in den Eigenschaften immer variieren und in der fertigen Mischung andere Endprodukte produzieren.

Tipp_ohne_Hintergrund_60Für Ihre erste eigene Eigenmischung:  Fangen sie immer mit dem Lehm an. Stimmt die Körnung, dann füllen Sie damit einen Blumentopf und machen Ihn ordentlich nass. Lassen Sie den Lehm darin komplett durchtrocknen. Wenn der Lehm nach dem austrocknen immer noch krümelig ist, und leicht zwischen den Fingern zu zerreiben ist er richtig! Ist er nach dem Trocknen hart wie Beton, ist klar dass er zu viel Ton enthält. In dem Fall testen Sie Mischungen aus Lehm und Mutterboden und/oder Kokohum. Wenn eine gute Mischung gefunden ist, „bauen“ sie Ihr Substrat je nach aktueller Konsistenz und verfügbaren Komponenten weiter auf.

  • Ihr Lophophora-Substrat sollte am Ende gleichzeitig luft- und wasserdurchlässig sein
  • wenn gewünscht, max. 25% pflanzliche Bestandteile (Kokossubstrat, Kakteenerde auf Grundlage von Torf) beimischen
  • zu viele unverrottete Pflanzenteile können im Substrat Fäulnis erzeugen!
  • handelsübliche Blumenerde im Lophophora-Substrat erzeugt mastige Pflanzen und Fäulnis im Winter!

Der pH-Wert von Lophophora-Erde
Nach langen Jahren der Beobachtung und Messung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein pH-Wert zwischen 7 (chemisch neutral) und 7,5 (leicht alkalisch) optimal ist.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, findet hier -> im Shop <- ein ausgewogenes, hoch mineralisches Substrat welches alle Anforderungen erfüllt.