Lophophora Umtopfen, Pflanzgefäße, finaler Standort, Pflanzenlicht

Das erste Umpflanzen in (Vierkant-)Töpfe geschieht am besten im Frühjahr, wenn die kleinen Kakteen ein robustes Stadium erreicht haben. Bei geeignetem Substrat (mineralisch, max. 1/4 Zuschlag Kokossubstrat oder Kakteenerde) kann dies durchaus 1 Jahr auf sich warten lassen. Früher pikieren ist möglich – die Gefahr, die feinen Wurzeln ernsthaft zu beschädigen ist dann aber sehr groß.

  • Pikiert/umgesetzt wird der Peyote immer aus trockener Erde in trockene Erde.

Dazu nimmt man ein Stäbchen oder eine Gabel und lockert den angrenzenden Boden rund um die Kakteenbabys leicht auf. Dann greift man mit einem Löffel oder einem ähnlichen Hilfsmittel unter die einzelnen Lophophora, um sie vorsichtig aus der Erde zu heben. Dann werden sie in kleinen Gruppen (oder bei sehr kräftigen Gesellen auch einzeln) in kleine Töpfe mit mineralischer Kakteenerde und vorbereiteten Pflanzlöchern eingesetzt. Die vorbereiteten Pikierlöcher können mit einem Wurzelaktivator-Pulver (z.B. Neudofix-Wurzelaktivator) zum beschleunigten Anwachsen der Lophophora leicht bestreut werden.

Sollte man beim Umsetzten die Erde an den Wurzeln lassen?
Ja! Die Wurzeln des Lophophora williamsii und anderer Kakteen sollten beim Umsetzten nicht ganz von der anhaftenden Erde befreit oder gar mit Wasser gereinigt werden (trocken umsetzen!). Die umgebende Erde schützt die Wurzeln beim Umtopfen vor Beschädigungen. Die durch Reinigung unausweichlichen Verletzungen an der Wurzel wirken sich im Allgemeinen schädlicher aus als ein nicht ganz optimales Substrat, welches man evtl. loswerden möchte. Muss ein Substrat zwingend vollständig entfernt werden, kann ein geeigneter Pinsel zur Reinigung verwendet werden. Vor dem erneuten Einpflanzen sollten dem Lophophora einige Tage die Gelegenheit gegeben werden seine Wurzelschäden zu schließen. Die Kakteen sollten dazu an einen trockenen und halbschattigen Platz gelegt werden.

In Kakteentöpfe gehört eine Drainageschicht, welche schädliche Staunässe durch guten Wasserablauf verhindert. Als Drainageschicht eignet sich sehr gut: Blähschiefer, Tonscherben, Blähton, grober Aquarienkies.
Seramis und andere Wassersauger eignen sich als Drainage weniger gut, da sie Wasser mehr speichern als ableiten.

  • Eine Drainageschicht verhindert Staunässe durch ableiten von überschüssigem Wasser – keinesfalls stark wasserspeichernde Materialien verwenden, sonst besteht bei Lophophora die Gefahr der Fäulnisbildung.

Spezielle Rübentöpfe (erhältlich im Kakteenshop oder in sehr gut sortierten Gartenmärkten) sind gut aber in einem sehr frühen Stadium, bei ausreichender Höhe des Töpfchens, noch nicht zwingend notwendig. Grundsätzlich bietet der Vierkanttopf das beste Verhältnis zwischen Länge und Höhe und bildet mit seiner konischen Form genau den Platzbedarf der Rübenwurzel ab.

Die kleine Rübenwurzel sollte ganz im Substrat verschwinden, der grüne Kakteenkörper ein Stück herausschauen. Dann füllt man vorsichtig mit  Aqarienkies auf. Anfänglich ist der Kies oftmals genauso hoch wie die Kakteenkörper selbst – das ist in Ordnung, sie wachsen recht schnell darüber hinaus. Überdecken sollte man die Kakteen natürlich nicht.
Anmerkung: Im Bild wurde der Darstellung wegen Aquarienkies bis an den Topfrand bündig aufgefüllt – in der Praxis lässt man selbstverständlich einen Gießrand von ca. 5-12mm.


Querschnitt eines vorbereiteten typischen Vierkanttopfes mit Blähton als Drainage, mineralischem Substrat und Abdeckung aus Aquarienkies für den Lophophora williamsii

Aquarienkies sieht optisch gut aus, erfüllt aber noch eine weitaus wichtigere Aufgabe:
Der Aquarienkies hält das Substrat im Topf gleichmäßig und lange feucht (nicht nass!). Er sorgt für das perfekte Erdklima und schützt gleichzeitig durch schnelles Austrocknen seiner  Oberfläche den nässeempfindlichen Wurzelhals (Übergang Kopf/Wurzel) des Lophophora williamsii. Dies ist gerade bei Lophophora caespitosa wichtig, da die unteren Ableger (Kindel) sehr erdnah wachsen. Bei ständig feuchter Oberfläche steigt die Gefahr einer Fäulniserkrankung. Am häufigsten tritt dann der Rostpilz auf.

Lophophora williamsii peyote mit Rostpilzerkrankung der erdnahen Köpfe durch Kontakt mit ständiger Feuchtigkeit – weniger Substrat mit einer Schicht Aquarienkies hätte dies warscheinlich verhindern können.

Eine Abdeckung des Substrates mit Aquarienkies oder ähnlichem ist trotz seiner Einfachheit ein nicht zu unterschätzendes Hilfsmittel.

  • Wichtig! – Direkt vor nach dem Umtopfen wird niemals gewässert.

Man wartet nun mindestens 10 Tage mit dem Befeuchten der Erde. Nur so haben verletzte Wurzeln die Chance zu verheilen und die Wunden zu schließen.

Welche Pflanzgefäße oder Töpfe sind für Lophophora besser? Tontöpfe oder Plastiktöpfe?
Plastik!
Kakteen lieben Wärme – auch im Substrat. Die Verdunstung von Feuchtigkeit über die Wände unglasierter Tontöpfe bewirkt eine Abkühlung der Topfwand um ca. 3-4°C. Diese Abkühlung ist natürlich nicht tödlich für den Kaktus, und bewirkt allenfalls ein etwas verzögertes Wachstum…aber wer seinen Lophophora verwöhnen möchte greift zu Plastiktöpfen oder Töpfen aus glasiertem Ton.
Das von vielen „Tontopfverfechtern“ oft angeführte Argument der besseren Belüftung und der vermehrten Bildung von Faserwurzeln mag für viele andere Pflanzenarten richtig sein – bei Lophophora wird dies effektiver über das Substrat geregelt.

Mehr zu Lophophora-Substrat: Kapitel Lophophora-Substrat

Umtopfen650x235

Nach gut einem Jahr pikierte Lophophora, sehr früh pikiert, nach ca. 6 Monaten
Lophophora williamsii nach dem ersten Umtopfen in typischen Rübentöpfen

So kann man die kleinen Peyote weitere 1-2 Jahre gedeihen lassen. Der richtige Zeitpunkt ein zweites Mal umzutopfen ist dann gekommen, wenn sie beginnen sich gegenseitig im Weg zu stehen.

Kleine Lophophora williamsii in typischen Rübentöpfen, ca. 0,4-0,8 cm Durchmesser

Lophophora williamsii 2-3,5cm Durchmesser, ausgetopft. Alter zwischen 4 und ca. 6,5 Jahre

a) endgültiger Standort: Die besten Standorte für Lophophora sind im Freien, vollsonnig (bei guter Gewöhnung) bis halbschattig. Wichtig ist die Möglichkeit vor Regen zu schützen. Ständig feuchtes Erdreich ist, besonders direkt am Übergang von Wurzel zu Kakteenkörper, immer gefährlich. Ein Balkon oder eine Terrasse, Richtung Süden mit Plexiglas- oder Glasdach schützen vor ständiger Nässe. Wer ein Gewächshaus im Garten hat, stellt seine Peyote natürlich dort hin.

In der Wohnung ist die innere Fensterbank eines möglichst hellen, nach Süden ausgerichteten, Fensters die beste Wahl.
Ein Fenster mit Ost-, West-, Nordausrichtung geht mal zur Überbrückung, ist aber als Dauerstandort nicht geeignet.

Lophophora williamsii im Garten

Alter Lophophora williamsii hängend unter einem Pavillon im Garten

 

Zwischenkapitel Pflanzenlampen Anfang

 

Pflanzenbeleuchtung bei Lophophora williamsii (Peyotl/Peyote)
Wenn sich keine geeigneten Lichtverhältnisse in der Wohnung finden lassen, muss in jedem Fall auf Pflanzenlampen zurückgegriffen werden. Es gibt diese in verschiedensten Arten – die Übersicht gibt Hilfe, welche Art der Beleuchtung in Frage kommt:

Grundsätzlich wird bei der Anwendung von Pflanzenlicht zwischen Blüh- und Grünpflanzen unterschieden. Bei Blühpflanzen, als weitere Unterscheidung,  die Wachstumsphase und die Blühphase. Von den Herstellern sind entsprechende Kennzeichnungen wie„Grow“, „Wachstum“, „6500 Kelvin“, „Farbtemperatur blau/weiß“ oder „Flower“, „Blüte“, „2700 Kelvin“, „Farbtemperatur rot/gelb“angegeben. Dualleuchtmittel vereinen „Grow“ und „Flower“-Licht in einem Leuchtmittel.

Dies ist schon Hinweis für welche Pflanzenart (Grün oder Blühpflanze) und Wachstumsphase sie grundsätzlich geeignet sind:
(folgende Einteilung dient lediglich dem besseren Verständnis, unberücksichtigt dem Lichtbedarf einzelner Pflanzenarten)

  • Grünpflanzen – Growlampen ganzjährig
  • Blühpflanzen
    Flower (um Blüten einzuleiten, während der Blüte z.B. Frühjahr/Sommer)
    Dual (ganzjährig, hier kann die Blütenbildung über die Beleuchtungszeit geregelt werden)
    Grow (außerhalb der Blüte, z.B. in einer ausschließlichen Wachstumsphase oder Winterstandort)

Zum Allgemeinverständnis: Rotes Licht ermöglicht Längenwachstum und Blütenbildung, blaues Licht sorgt für kompaktes Wachstum.
Für gesundes und natürlich wirkendes Wachstum ist es wichtig, dass sowohl Rot als auch Blau als Lichtfarbe vorhanden sind.

Den Unterschied zwischen Blüh- und Wachstumslampe macht das Verhältnis der Lichtfarben zueinander aus. Eine gute Pflanzenlampe ist in der Lage, Pflanzen in einem völlig abgeschotteten Raum mit dem benötigten Licht zu versorgen.

Pflanzenlampen für Blühpflanzen (Flower, überwiegend rotes Licht) haben immer einen Blauanteil.
Pflanzenlampen für Wachstum (Grow, überwiegend blaues Licht) haben immer einen Rotanteil.

Die genaue Strahlungsverteilung kann in Diagrammen dargestellt werden:

Strahlungsverteilung_HPS_Flower

Diagramm Strahlungsverteilung HPS (Natriumdampflampe) 250 Watt. Beurteilung: hoher Gelb-/Rotanteil, wenig blau = Lampe ist auf Blüte, Frucht, Blühpflanzen, Blütenphase – allgemein „Ertrag“ ausgelegt

Strahlungsverteilung_ESL_Grow

Strahlungsverteilung einer Energiesparlampe „Grow“ mit 6500 Kelvin – mit sehr hohen Blauanteil ist diese Kompaktleuchtstofflampe überwiegend auf Grünpflanzen, Wachstum – oder Wachstumsphase von Blühpflanzen außerhalb der Blütezeit ausgelegt

Bei Leuchtstoffröhren (Stecklingsbewurzelung, Aussaaten) ist die Angabe der Farbtemperatur (Kelvin) in Form eines internationalen Codes direkt auf der Röhre aufgedruckt:

Farbwiedergabe_Leuchtsstoffr$C3$B6hren

Beispiel für die internationale Farbbezeichnung auf Leuchtstoffröhren

65 = 6500 Kelvin. Eine Leuchtstoffröhre mit 2700 Kelvin und sonst gleichen Eigenschaften würde demnach mit dem Code L 85 W/927bedruckt sein.

L 85 W = Leuchtstofflampe, 85 Watt

9 = Farbwiedergabeindex (Der Farbwiedergabeindex zeigt an, wie gut die Farbe des angeleuchteten Gegenstandes wiedergegeben wird – für den Züchter von Pflanzen nicht ganz so  wichtig wie  für den Pflanzenverkäufer. 8 ist gut, 9 sehr gut)

Lichtabsorption (Lichtaufnahme) von Chlorophyll / Photosynthese

Vereinfacht dargestellt benötigen Kakteen, wie alle Pflanzen Licht um Kohlenhydrate (Zucker), also Nährstoffe herzustellen. Die Umwandlung von Licht zu Kohlenhydraten übernimmt das Chlorophyll (Blattgrün) durch Aufnahme des Lichtes (Absorption) und folgende Umwandlung.
Bei diesem Prozess wird auch der für unser Ökosystem wichtige Sauerstoff hergestellt. Die für die Lichtabsorption wichtigsten Chlorophyllarten sind Chlorophyll a und Chlorophyll b.
Da sich das Absorptionsspektrum der beiden Chlorophylltypen unterscheidet, ist es für den Kakteenzüchter wichtig diese Werte zu kennen. So können die Eigenschaften von Pflanzenlampen sicher beurteilt werden.

AbsorptiongelbII445
Grafik Absorptionsspektrum (Lichtaufnahme) von Chlorophyll a und b

Bei Energiespar- und Natriumdampf/Metallhalogenlampen ist in der Regel ist die Farbtemperatur der Pflanzenlampen angegeben – diese sollte zur Samenaufzucht und Wachstumsphase bei ca. 6500 K (blau/weiß) liegen, für die Blütenphase wählt man Lampen mit ca. 2700 K (gelb/rot). Duallampen verbinden beide Farbtemperaturen, sie leuchten mit 6500 K und 2700 K Farbtemperatur. Bei LED-Pflanzenlampen sind die Werte in nm (Größe der Wellenlängen) angegeben – mehr dazu siehe weiter unten.

(Farbtemperatur = der Lichteindruck, im menschlichen Auge, Angabe in K=Kelvin)

Schaubild Farbtemperatur

2.000 K  2.700 K(elvin)                                     6.700 K                                                                     12.000 K

Dies sind  wichtige Orientierungshilfen – ist keine besondere Angabe vorhanden und der Hersteller dazu noch unbekannt, sollte man am besten vom Kauf absehen. Es besteht die Gefahr, eine „normale“ Glühlampe mit gefärbtem Außenglas und null Wirkung zu erwerben.

Weiter gilt es folgende Faktoren zur Auswahl einer Pflanzenlampe zu beachten:
Die Größe der zu beleuchtenden Sammlung
– besitze ich einen einzelnen Lophophora oder eine ganze Plantage?

Ein einzelner Lophophora williamsii oder eine kleine Gruppe:
Einzelne Pflanzen sind problemlos über eine Kompaktleuchtstofflampe (CFL= Compact Fluorescent Light), 15 oder 20 Watt ausreichend zu beleuchten. Wählt man ein kleines Modell mit integriertem Reflektor, welches in eine übliche Glühlampenfassung E27 passt, ist kein weiterer Aufwand notwendig. Das notwendige Vorschaltgerät ist in der Lampe integriert – nur eindrehen und Licht an!
!Achtung! Leider sind Kompaktleuchtstofflampen sehr empfindlich gegen jede Art mechanischer Einwirkung von außen wie z.B. Druck, Erschütterungen, usw. und müssen deshalb mit äußerster Sorgfalt und Vorsicht behandelt werden!
Fazit: Günstig in Anschaffung und Verbrauch, keine nennenswerte Wärmeentwicklung, gute Lichtausbeute. Für Einzelpflanzen und kleine Sammlungen geeignet.
Eine mittlere bis größere Kakteensammlung:
Hier empfiehlt sich aus Kostengründen die Anschaffung von CFL´s mit höherer Wattage (z.B. 125 oder 200Watt). Diese besitzen neben dem integrierten Vorschaltgerät üblicherweise einen E40-Schraubsockel, also ist auch eine entsprechende Fassung notwendig. Ein Reflektor mit bereits eingebauter, passender Fassung ermöglicht eine sichere und feste Montage und lenkt die Lichtstrahlen gezielt auf die Pflanzen. Um einen 100% sicheren Betrieb zu gewährleisten, sollte erwogen werden die Montage und Verkabelung einem Elektriker zu überlassen.
!Achtung! Leider sind alle großen Kompaktleuchtstofflampen, unabhängig vom Hersteller, sehr empfindlich gegen jede Art mechanischer Einwirkung von außen wie z.B. Druck, Erschütterungen, Transport usw. und müssen deshalb mit äußerster Sorgfalt und Vorsicht behandelt werden! Aus diesem Grund bieten wir die große Variante der CFL´s nicht mehr an.
Fazit: Günstig in Anschaffung und Verbrauch, irrelevante Wärmeentwicklung, gute Lichtausbeute. Zum Betrieb ist mindestens eine entsprechende Fassung E40 und sinnvollerweise ein Reflektor notwendig. Für mittlere bis große Sammlungen im privaten Bereich geeignet.
In Gewächshäusern, großen Kakteensammlungen und zur professionellen Anwendung:
In aufwendigen Privatsammlungen und in der gewerblichen Pflanzenzucht werden (noch) überwiegendNatriumhochdruckdampflampen (HPS) und Metallhalogenlampen (MH) von 250 -1000 Watt pro Lampe eingesetzt. Oftmals entscheiden sich Züchter/Liebhaber auch kleinerer Pflanzengruppen für diese aufwendige Art der Pflanzenbeleuchtung. Gründe sind die langjährig bestätigten, sehr zuverlässigen Ergebnisse, die weltweit mit HPS/MH-Lampen erzielt werden, die extrem gute Lichtausbeute und die allgemeine Robustheit dieser Lampenarten.
HPS und MH-Lampen benötigen neben dem Reflektor und der E40-Fassung noch zusätzlich ein externes und zur der Lampe passendes Vorschaltgerät. Im Gegensatz zu den Kompaktleuchtstofflampen ist dieses nicht fester Bestandteil der Lampe selbst. Fast alle Vorschaltgeräte für MH und HPS-Lampen sind für beide Lampentypen geeignet.
HPS und MH-Lampen werden im Betrieb sehr warm – der äußere Glaskolben wird im Betrieb bis auf 300 °C erhitzt, was bei sehr kleinen Räumen zu einem Wärmeproblem führen und sogar direkt schaden kann, wenn der Abstand zu den Pflanzen zu knapp bemessen ist. In manchen Fällen ist die Wärmeentwicklung allerdings auch ein angenehmer und gewollter Nebeneffekt, der in kühlen Räumen die Heizung spart.
Fazit: Die aufwendigste der vorgestellten Varianten in Anschaffung, Betrieb und Installation, sehr hohe Wärmeentwicklung (ggfs. Zusatzbelüftung durch Ventilatoren notwendig), hoher Stromverbrauch
Positiv: jahrelange Erfahrung und belegte Erfolge aus dem Bereich des professionellen Pflanzenbaubetriebes von Züchtern und Herstellern. Beste Lichtausbeute. Robust und unempfindlich im Einsatz. Auch im privaten Bereich schwören passionierte Züchter auf die HPS- und MH-Leuchtmittel als Pflanzenlampen.
In der privaten und professionellen Pflanzenzucht, unabhängig der Größe:
Das modernste und effektivste Pflanzenlicht stammt derzeit aus LED-Pflanzenlampen. Die einzelnen LEDs bestehen ausschließlich aus einer Lichtfarbe mit präzise definiertem Farbspektrum. Es muss (wie bei anderen Pflanzenlampen notwendig) nicht nach dem „Gießkannenprinzip“ beleuchtet werden, d.h. ein möglichst hohes Lichtvolumen erzeugt werden um den wirklich notwendigen Spektren genügend Kraft zur Wirksamkeit zu verleihen. Die LED-Pflanzenlampe erzeugt also ausschließlich „reines“ Pflanzenlicht – sonst nichts.
LED-Pflanzenlampen wurden bis vor wenigen Jahren fast ausschließlich im Forschungsbereich von pflanzenerzeugenden Betrieben und Laboren genutzt. Sie halten mittlerweile durch höhere Herstellungsmengen und die damit verbundenen niedrigeren Preise Einzug in die Pflanzenzucht der Nahrungsmittelherstellung und nicht selten auch in Privathaushalte. Sie stellen den Qualitätsstandard der modernen Pflanzenzucht dar.Da nur 100% nutzbares Pflanzenlicht produziert wird, kann mit einem Bruchteil der bisher üblichen Wattage das gleiche Ergebnis erzielt werden.
Eigene Erfahrung: Ich habe im Jahr 2012 eine 400w MH und eine 250w HPS Lampe, die direkt nebeneinander im Gewächshaus parallel liefen, experimentell durch eine 180w LED-4-Band-Pflanzenlampe ausgetauscht.
Bestrahlte Pflanzen: Lophophora caespitosa, Lophophora fricii, Trichocereus pachanoi, Selenicereus grandiflorus.
Obwohl lediglich ein 8-Wochen-Versuch geplant, war die Entwicklung der Pflanzen so auffällig, dass ich bisher keinen vernünftigen Grund sah, sie nach Ende des Versuchs nochmal gegen die Ursprungslampen auszutauschen. Damit ist glaube ich, alles gesagt.

LED-Pflanzenlampen sind in aller Regel sofort betriebsbereit und mit der dafür  notwendigen Technik (Ventilatoren, Vorschaltgerät) ausgestattet. Bei einer guten Lampe sollte das Aufhängen und einstecken die einzige Arbeitsaufwand sein, der zu Betrieb notwendig ist. Tipp: Achten Sie beim Kauf von LED-Lampen auf den Erwerb mindestens einer „4-Band-“ oder „5-Band-Lampe“. 4 bzw. 5-Band-LED bedeutet, dass für das voll-benötigte Farbspektrum 4/5 Wellenlängen erzeugt werden.
Beispiel einer optimalen Zusammensetzung einer LED-Lampe für starkes Wachstum und Blüte:
660nm Dunkelrot
630nm Rot
730nm (nahe dem Infrarot-Licht)
460nm Blau
440nm Dunkelblau
420nm (nahe dem UV-Licht)
LED-Pflanzenlampen sind – wenn man nur auf die Anschaffungskosten schaut – das teuerste Pflanzenlicht. Dieser augenscheinliche Nachteil wird aber schnell als zu oberflächlich erkannt. LED-Pflanzenlampen bieten eine unglaubliche Lebensdauer ohne Qualitätsverlust und (als einzige Pflanzenlampe) den Vorteil der annähernd 100%igen Lichtaufnahme durch die beleuchteten Pflanzen. Die Anschaffungskosten werden also im Laufe der Zeit durch die Qualität der Beleuchtung und die Lebensdauer mehr als gedeckt sein.
Fazit: Hohe Lebensdauer und ein bisher unerreicht hohe Absorptionsrate. Licht in höchster Qualität. Für kompromisslos qualitätsorientierte Anwender geeignet. Niedrige Stromkosten.
_wsb_300x179_LED-Pflanzenlampe_Grow_Betrieb_60x3w_wsb_174x174_Neusius_Pflanzenlicht_Herstellerbild_transparent_200
LED-Pflanzenlampe von NEUSIUS PFLANZENLICHT, Typ „Grow“ im Betrieb. LED-Pflanzenlampen finden Sie in unserem Shop für Pflanzenlampen -> www.pflanzen-lampen.de

Die Stromkosten
Was kann/will ich monatlich an Stromkosten investieren? – einfache Stromkostenberechnung für Pflanzenlampen
Natürlich spielen neben der Anfangsinvestition für Pflanzenlampen auch die laufenden Stromkosten eine Rolle. Diese sind je nach Aufwand der Anlage und Brenndauer der Lampen auf einer Skala von „unauffällig“ bis „horrend“ einzuordnen. Folgend eine einfache Anleitung zur Stromkostenberechnung von Pflanzenlampen.

Angaben, die ich zur Berechnung benötige:

Summe der angegebenen Watt aller Lampen (incl. Zusatzgeräte). Wie viele Stunden/Tag soll sie betrieben werden. Was kostet die Kilowattstunde bei meinem Stromversorger (€/kWh).

Formel:  (Wattage*Stunden)/1000*Preis in € = €/Tag
Beispiel mit einer Pflanzenlampe CFL 15 Watt, Brenndauer 8 Std./Tag, Strompreis 0,25 € pro kWh
(15 Watt x 8 Stunden) : 1000 x 0,25 € = 0,03 €/Tag    -> 0,9 €/Monat  -> 10,95 €/Jahr

 

_wsb_155x208_MM150_250x

CFL (Kompaktleuchtstofflampe) mit intergr. Reflektor 20 Watt  und  CFL 200w

Metallhalogenlampe (Wuchs) und  Natriumhochdruckdampflampe (Blüte)

_wsb_373x248_LED-Pflanzenlampe_E43_180w
LED 5-Band Pflanzenlampe Grow von NEUSIUS PFLANZENLICHT
(Blüte und Wachstum)

Die aktuellsten Informationen zu Pflanzenlampen und Pflanzenlicht  können Sie auch über diesen Link am Ende der Seite einsehen:  Info Pflanzenlampen

Kostenlose Infobroschüre zu Pflanzenlampen zum Download (PDF)

IconRatgeberPflanzenlampen250

Der kostenlose Ratgeber Pflanzenlampen beinhaltet alle relevanten Informationen zum Thema Pflanzenlampen, Pflanzenlicht und Entscheidungshilfen für die Anschaffung.

Zum Abschluss des Kapitels „Pflanzenlampen für Lophophora“ noch eine letzte Orientierungshilfe aus meiner persönlichen Praxis.

Welche Pflanzenlampe nehme ich wann für Lophophora?
Gute Erfahrungen habe ich selbst gemacht mit:

  • WinterstandortDUAL/GROW
    Energiespar-Pflanzenlampen Dual, LED-Pflanzenlampen Dual aber auch die „Grow“-Typen unter den Pflanzenlampen wie Leuchtstoffröhren und Metallhalogenlampen taten gute Dienste. Alle Lampen mit kleinen Wattagen da für Lophophora am Winterstandort mit niedrigen Temperaturen eine schwache Grundbeleuchtung ausreicht. Beleuchtungszeit ca. 8 Std./Tag.
    Besonderheit: Bei Lophophora ist bei der Verwendung von Metallhalogenlampen (MH-Lampen) eine starke Frucht- und Samenbildung auch während der Wintermonate zu beobachten.
  • Am Sommerstandplatz (outdoor)*BLÜTE oder DUAL
    *Ziel – Verlängerung des Tageslichtes in den frühen Morgen- und späten Abendstunden.
    – Natriumdampflampen alleine funktionieren tadellos.
    – Metallhalogen- und Natriumdampflampen hoher Leuchtkraft die parallel in Betrieb sind, bringen etwas bessere Ergebnisse.
    – Led-Pflanzenlampen, ebenfalls „Dual“ – bringen meines Erachtens mindestens die gleichen, evtl. sogar etwas bessere Ergebnisse, allerdings mit ganz erheblich niedrigeren Stromkosten. Sie benötigen für die gleiche Wirkung nur einen Bruchteil der Wattage von Metallhalogen- und Natriumdampflampen.
    Anmerkung: Eine Beleuchtung mit ausschließlich „Growlampen“ im Bereich 6700 Kelvin haben sich bei Lophophora in meinen Versuchen nicht bewährt – das einzige was ich beobachten konnte, waren kraftlose, seltsam verknitterte Blütenblätter – sobald die Blütenlampen mit 2700K wieder zugeschaltet wurden, waren die folgenden Blütenbildungen wieder normal.
  • Ganztägige Beleuchtung (indoor) im SommerDUAL (oder BLÜTE)
    Blütenlampen sind ok, aber klare Empfehlung: DUAL-Beleuchtung: 2700K Blüte und 6700K Wachstum zusammen laufen lassen. Wenn möglich vereint in einem Leuchtmittel (häufig bei LED-Pflanzenlicht und Kompaktleuchtstoffröhren) oder eine Grow- Lampe und Flower-Lampe gleichzeitig betreiben.

Zwischenkapitel Pflanzenlampen Ende

 

Falls ein Standortwechsel an einen helleren Ort geplant ist:

  • Der Lophophora williamsii muss bei einem Standortwechsel mit erheblich hellerem Licht immer langsam an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnt werden. Ein leichtes Schattieren über gut 2 Wochen ist in dann von Vorteil.
  • Sind die Kakteen an das Licht gewöhnt, sind keine Verbrennungen mehr zu erwarten
    Ein leicht rötlicher Sonnenbrand legt sich nach einigen Wochen und ist ungefährlich
  • Bei Außenstandort und zu erwartenden Nachttemperaturen unter 5 °C gehört der Peyote sicherheitshalber ins Haus

Vorsicht! – den Lophophora williamsii nie aus der Winterruhe oder der schattigen Wohnung direkt in die pralle Sonne oder unter die Pflanzenlampe stellen!

Lophophora_Sonnenschutz445x

Kleine, ca. 1,5 jährige Lophophora williamsii nach der Winterruhe: gut vor Sonnenbrand geschützt durch einen netzartigen Stoff

Dieser Peyote-Kaktus ist durch zu schnellen Wechsel von Schatten zur prallen Sonne nach nur 2 Stunden völlig verbrannt

b) Gießwasser für Lophophora williamsii: Während Aussaaten in der Regel besprüht werden, werden größere Lophophora williamsii-Kakteen am besten „von unten“ gegossen. Das bedeutet, dass der Rübentopf mindestens zu 1/3, maximal bis knapp unter die Substrathöhe in Wasser gestellt wird (tauchen). Er sollte so lange darin stehen, bis sich die Kakteenerde ganz vollgesaugt hat. Anschließend lässt man das überschüssige Wasser ein wenig abtropfen und der Kaktus kann zurück an seinen Platz.

Wie lange müssen die Kakteentöpfe getaucht werden?
Es ist je nach Substratzusammensetzung sehr unterschiedlich – verlassen sie sich auf Ihr Auge. Wenn das Substrat an der Oberfläche ganz nass ist, kann der Lophophora sofort aus dem Wasserbad entnommen werden.

Warum soll man Lophophora nicht von oben gießen?
Das Eintauchen ist aus drei Gründen die beste Methode:

  • da nur bei vollständig abgetrocknetem Substrat gegossen wird, nimmt die Erde (je nach Mischung) schlecht Wasser von oben auf. Das Gießwasser läuft bei eingeschrumpftem Substrat einfach an den Innenrändern des Topfes am Substrat vorbei und wird nur ungleichmäßig feucht. Was oben eingegossen wird, läuft also in beinahe gleicher Menge unten wieder heraus und man kommt um mehrmaliges gießen nicht herum. Vernünftiges Substrat, Perlite und ein Zusatz von Kokohum mildern diesen Effekt.
  • ein durchdringendes Wässern von unten verhindert Schädlingsbefall an der Wurzel.
  • die Wollbüschel und Blüten werden nicht nass und pappen nicht zusammen.
  • Erdparasiten haben weniger Chancen, wenn durchdringend gewässert wird.

Das Wasser sollte am besten reines Regenwasser sein, wie es vom Himmel fällt. Da Wasser, ob aus Brunnen, Bach oder Leitung je nach Gegend immer mehr oder weniger Kalk enthält, sollte man davon nur im Notfall und zeitlich begrenzt Gebrauch machen Ein Stärkungsmittel wie Schachtelhalmextrakt kann alle 3-4 Wochen zugegeben werden (20ml/pro Liter Wasser).

c) Gießen nach dem Umtopfen: Eine der häufigsten Fragen zum Thema lautet: „Wie oft gieße ich Lophophora williamsii?“

Regel für das Bewässern (tauchen) von Lophophora williamsii: (gilt nicht für die Winterruhe)
Der Lophophora braucht Wasser, wenn das Substrat vollständig durchgetrocknet ist.

Zeitspannen (1-mal in der Woche, 1-mal im Monat….) spielen überhaupt keine Rolle. Wer sich auf das Substrat verlässt, liegt immer richtig! Vorzugsweise sollte nur an zusammenhängend sonnigen Tagen gegossen werden. Tageszeit: Immer abends bzw. morgens, nie in der Mittagssonne.

Für die viele Kakteenliebhaber ist es anfänglich etwas schwer einzuschätzen, ob das Substrat ganz trocken ist oder nicht.
Deshalb hier zwei kleine, einfache Tipps für die ersten Monate mit dem neuen Peyotl:

  • den Topf über Nacht auf eine Glas- oder Metallplatte stellen. Hat sich morgens unter dem Blumentopf eine feuchte Stelle gebildet ist noch Feuchtigkeit in der Erde. Ist unter dem Topf alles staubtrocken, kann der Lophophora definitiv gegossen werden.
  • ein passionierter Kakteengärtner machte mich auf folgende Methode aufmerksam: stecken Sie einen auf Größe angepassten, hölzernen Schaschlikspieß in das Substrat am Topfrand. Wenn sie Ihn herausziehen sehen sie am Holz (Prinzip Ölstab) ob noch Feuchte in Substrat enthalten ist. Anm.: Stäbchen immer wieder in das gleiche Loch stecken, sonst drohen Wurzelschäden! Dieser Tipp ist von R. Geurtz, NRW. Besten Dank!

Je besser man seine Pflanzen kennt, desto leichter fällt die Einschätzung. Ich hebe meine Töpfe nur kurz an, und erkenne sofort am Gewicht, wann es soweit ist.

Tipp:  Aquarienkies unterstützt ein gesundes Topf- und Wurzelklima durch langes halten von gleichmäßig verteilter Feuchte!

d) Düngen: Eine Woche nach dem ersten Umtopfen kann gedüngt werden. Die Kakteen vertragen ab jetzt gut die normale Düngermenge.
Ich empfehle eine schwache Düngung alle 4-5 Wochen. Bitte nur stickstoffarmen Kakteendünger verwenden!

Warum sollte bei Lophophora stickstoffarmer Dünger verwendet werden? – siehe Kapitel Der richtige Dünger für Lophophora

e) Wie schnell wächst Lophophora?  Wie alt ist mein Lophophora?

Das Größenwachstum von Lophophora williamsii

Das Wachstum von Lophophora williamsii hängt von vielen Faktoren ab: Sorte,  Licht, Standort, Dünger, Substrat, Temperatur und Winterruhe gehören zu den Wichtigsten. Da keine zwei Züchter ihre Lophophora genau gleich behandeln und pflegen gibt es z.T. erhebliche Unterschiede. Als Richtwert für das Wachstum eines gesunden Lophophora kann man folgendes annehmen:

Lophophora williamsii wächst pro Jahr ca. 0,5-0,6 cm.
Durch hohe Düngergaben kann das Wachstum von Lophophora auf ca.1 cm/Jahr erzwungen werden. Dies hat allerdings aufgetriebene, strukturschwache Peyote-Kakteen zur Folge, die sehr krankheitsanfällig sind und zur Fäulnis neigen. Die mühsam übers Jahr ergatterten zusätzlichen Millimeter Wachstum werden also teuer mit dem sicheren Verlust einiger Pflanzen aus der Sammlung bezahlt. Nicht zu empfehlen! Eine solide, dem natürlich langsamen Wuchs des Lophophora angepasste Pflege ist der beste Schutz gegen Pflanzenverlust und Erkrankungen des Lophophora williamsii.

Wie alt ist mein Lophophora?

Bei einem Peyote-Kaktus, der eine gesund-kräftige Farbe besitzt, nicht unnatürlich aufgebläht wirkt oder Risse in der Epidermis hat (Hinweis auf erzwungenes Wachstum) kann man von 0,6 cm/pro Wachstum in den letzten Jahren ausgehen. Bei Lophophora williamsii caespitosa etwas weniger, hier würde ich eher 0,4-0,5 cm ansetzen. Lophophora alberto-vojtechii nicht mehr als 0,4 cm pro Jahr.

Beispiel Altersberechnung Lophophora: ein Lophophora, gesund gewachsen, von 4 cm Durchmesser ist demnach zwischen 6,5 und 8 Jahre alt. (6,5 Jahre bei angenommenen 0,6 cm/Jahr und 8 Jahre bei 0,5 cm/Jahr )
f) Lophophora williamsii und Kalk (im Gießwasser, im Vogelsand, Substrat…)
Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ich auf der einen Seite kalkfreies Gießwasser, auf der anderen Seite aber kalkhaltige Substanzen wie mineralisches Substrat oder Vogelsand empfehle. Wie passt das zusammen?

Dazu muss man folgendes wissen:
Lophophora, vor allem die Sorte L. williamsii, wächst in seiner Heimat ausschließlich in Kalkböden (im Schwemmland am Fuße von Kalksteingebirge und sogar direkt an Kalksteinhängen). Das bedeutet, dass der Lophophora williamsii gebundenen Kalk in Form von  Gestein unterschiedlicher Größe nicht nur gewohnt ist, sondern offensichtlich sogar benötigt!
Im Wasser gelöster Kalk dagegen ist nach meiner mehrfach bestätigten Erfahrung damit nicht zu vergleichen –  vor allem bei der Kultivierung in Blumentöpfen. Bei ausdauernder Verwendung von kalkhaltigem Wasser wird die Kalkmenge im Topf bei jedem Gießvorgang annähernd addiert, was früher oder später ein schädigendes Maß annehmen wird. Anders verhält es sich am natürlichen Standort – hier bleibt der Kalkgehalt im Boden immer gleich.

Tipp:  …einfach die Natur kopieren:  kalkhaltige Gesteine im oder auf dem Substrat, aber kalkfreies Regenwasser